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British Guyana - Cottonreels

British Guiana Cottonreel 2 Cents

British Guyana: Cottonreels

Nicht nur die berühmte violette achteckige Briefmarke mit den Schiff und der Unterschrift eines Postbeamten kommt aus British Guyana, sondern auch eine Briefmarkenserie, deren Primitivität in ihrer Ausführung wohl nicht zu überbieten ist: gemeint sind die runden „Cottonreels“ aus British-Guiana, welche so heißen, weil sie starke Ähnlichkeit mit den runden Etiketten haben, welche man an den Enden von Garnrollen findet. Eben wegen ihrer primitiven Herstellung sind auch diese Briefmarken der Britischen Kronkolonie Guyana zum Schutz vor Fälschungen zum Schaden der Post mit den Signaturen von Postbeamten versehen. Hergestellt wurden die runden Briefmarken -eigentlich ist ja nur das Markenbild rund, wie man an den Abbildungen oben unschwer erkennen kann- ebenso wie die berühmte 1-Cent-Marke, von der örtlichen Zeitungsdruckerei.

Die seltenste der Cottonreels ist die 2-Cent-Marke Schwarz auf rosa Papier. Bekannt sind von dieser Marke nur zehn Exemplare, sechs davon sind paarweise, da das Briefporto vier Cent betrug. Eines dieser drei Paare befindet sich auf einen Brief an Miss Rose Blankenburg. Zu diesem Brief gibt es eine kleine Geschichte, deren Wahrheitsgehalt, wie so oft bei solchen Überlieferungen nicht garantiert, aber in diesem Falle hoch wahrscheinlich ist:

Dem Pfarrer von Demerara plagten im Jahre 1896 gar arge Geldsorgen, und so suchter er die Gemeindekasse aufzubessern. Er bat also seine Gemeindekinder um verwendete Briefmarken, um diese an einen Händler zu verkaufen, so wollte er die Schuldenlast seiner Kirche vermindern. Von einer alten schwarzen Dame erhielt er per Brief zwei gelaufener 2-Cent-Marken, die einen Wert von mehreren Pfund darstellten. Sofort machte sich der Gemeindepfarrer zu einem Dankesbesuch auf, und, wenn er schon einmal da war, um nach weiteren Briefmarken zu fragen.

Die alte Dame antwortete auf sein Ansinnen, dass sie schon alle Marken verschenkt habe, nach einigem Überlegen und auch Zögern holte sie einen Korb mit alten Rechnungen und anderer Geschäftskorrespondenz hervor. In dem Haufen alten Papiers fand der Pfarrer nach einigem Suchen den bereits erwähnten, wertvollen Brief mit einem Paar rosafarbenen 2-Centmarken.



Allein diese Umschlag brachte der Kirchenkasse schon damals 200 Pfund ein, mit welchen die Verbindlichkeiten der Kirche Demeraras zum größten Teil getilgt werden konnten.

Im Jahre 1934 kaufte der us-amerikanische Philatelist Theodore Campion den wertvollen Brief, musste dafü aber schon 1300 Pfund zahlen. Seitdem ist dieser Umschlag nicht wieder auf dem Markt aufgetaucht; ein ähnlicher Brief aus der Burrus-Sammlung erziehlte 1936 auf einer Auktion des Hauses Robson Lowe Ltd. volle 25.500 Pfund.

Die gelbe 4-Cent-Cottonreel ist ebenfalls außerordentlich selten, gerade einmal 14 Exemplare diese einfachen Briefmarke sind bekannt. In der Sammlung Taipling befindet sich ein hervorragend erhaltener Umschlag mit einem Exemplar der gelben 4-Cent Marke.

British Guyana Cottonreels sind seltene und teure Briefmarken

Im Jahre 1934 kaufte der us-amerikanische Philatelist Theodore Campion den wertvollen Brief, musste dafü aber schon 1300 Pfund zahlen. Seitdem ist dieser Umschlag nicht wieder auf dem Markt aufgetaucht; ein ähnlicher Brief aus der Burrus-Sammlung erziehlte 1936 auf einer Auktion des Hauses Robson Lowe Ltd. Volle 25.500 Pfund.

Die gelbe 4-Cent-Cottonreel ist ebenfalls außerordentlich selten, gerade einmal 14 Exemplare diese einfachen Briefmarke sind bekannt. In der Sammlung Taipling befindet sich ein hervorragend erhaltener Umschlag mit einem Exemplar der gelben 4-Cent Marke.



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