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Abzeichen des Winterhilfwerk WHW

Winterhilfswerk-WHW-Abzeichen

In den 30er und 40er Jahren des letzten Jahrhunderts, genauer von 1933 bis zum Kriegsende und dem damit verbundenem Ende des „Dritten Reiche“ gab es das Winterhilfswerk, kurz „WHW“. Dieses hatte unter anderem den Zweck, Spenden für die notleidende Zivilbevölkerung in den Kriegswintern zu sammeln. Als Spendenanreiz und „Beleg“ für das erfolgte finanzielle Opfer erhielt der Bürger ein Abzeichen, welches gut sichtbar an der Kleidung getragen wurde, auch, um Nicht-Spender als sogenannte Volksschädlinge zu diffamieren, und dies konnte in dieser Zeit gefährlich sein.

Um möglichst viele Reichsbürger zum Spenden zu bewegen, wurden Spendenaktionen organisiert (u.a.):

  • Reichsstraßensammlungen (deutschlandweit)
  • GAU-Sammlungen (regional)
  • Sammlungen des „Verein für Deutschtum im Ausland“, VDA-Sammlungen
  • Sammlungen am „Tag der Wehrmacht“ (Sammelbüchse)
  • Sammlungen am „Tag der Polizei“ (Sammelbüchse)
  • Sammlungen durch das „Deutsche Rote Kreuz“

Durch die einzelnen Spendenaktionen entstanden eine ganze Reihe von Serien von Abzeichen, welche teilweise sehr selten und sowohl in Deutschland als auch im Ausland sehr gesucht sind. Besonders in den USA entwickelt sich langsam aber stetig eine Sammlergemeinde, die bereit ist, entsprechend hohe Preise für einige Raritäten unter den WHW-Abzeichen zu zahlen. Hierzulande kann man die Preise (noch) als moderat bezeichnen, was für Sammelgegenstände insofern nicht selbstverständlich ist, als dass die meisten Sammler oft im Ursprungsland, hier also in Deutschland zu finden sind. Leider sind qualifizierte Fachhändler verhältnismäßig schwer für die WHW-Abzeichen zu finden, der Großteil des „Handels“ mit den Abzeichen des Winterhilfswerks spielt sich in privaten Sammlerkreisen ab.

Beispiele für verschieden Serien

  • Sammlung des „Roten Kreuz“ von 1942: Berühmte Stadttore, acht verschiedene Abzeichen, Kunststoff
  • Muttertags-Sammlung des Winterhilfswerkes von 1935: Runde, medaillenähnliche Abzeichen aus Porzellan, Holz, Glas und Kunststoff. Es wurden vier verschiedene Abzeichen herausgegeben.
  • Sammlung des „Volksbund für Deutschtum im Ausland“ von1939, „Deutsche in Übersee“, sieben verschiedene Abzeichen an Schnur, Glas

--wird fortgesetzt--

Kommentare

Ja, das kann ich voll bestätigen. Auch ich kaufe meine WHW-Sammlerstücke nur von privat und einem Händler, den ich schon lange kenne, Waigand aus Würzburg. Eigentlcih ist Waigand ein Briefmarkenhändler, aber hat auch eine riesengroße Kollektion aun WHW-Abzeichen. Und, ich kann mir zur Echtheit der Abzeichen immer sicher sein.
Schultz

...hat jemand Infos zu den Abzeichen mit der blauen Blume oben?