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Polystyrol in der Philatelie

Diese Kunststofffolie ist hart, dünn und etwas spröde, Knicke sieht man ihr sofort an. Dennoch ist sie die einzige Folie, die von nahezu allen Philatelisten für die Aufbewahrung empfohlen wird. Polystyrol wird als Kunststoff für die Herstellung von Klemmtaschen verwendet, welche auf Albenblätter mittels der rückseitigen Gummierung aufgeklebt werden und die dann die Briefmarken „klemmend“ halten. Berichte über Bleisulfidschäden und ähnliche Effekte bei Briefmarken unter Polystyrol sind uns nicht bekannt und haben wir selbst auch nicht beobachten können.

Leider sind Folien aus Polystyrol brüchig, weshalb sie ungeeignet für Taschen größeren Formates oder gar Blattschutzhüllen sind.

Klemmtaschen aus Polystyrol gelten auch für die Aufbewahrung von empfindlichen klassischen Briefmarken als unbedenklich, wenn die Umweltbedingungen Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Belüftung stimmen.

Bekannt geworden sind die Klemmtaschen und Klemmstreifen als „Hawid-Streifen“ vom Erfinder und Hersteller Hans Widmaier, welcher als passionierter Philatelist zu Zeiten von Falzmarken nach einer sicheren und ansehnlichen Aufbewahrungsmöglichkeit für insbesondere postfrische Briefmarken suchte und werden bis heute in Berlin-Reinickendorf produziert. Die großen Zubehörhersteller bieten solche Klemmstreifen teilweise unter eigenem Produktnamen an.


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