Seltenes 3-Mark-Stück – letzte und seltenste Gedenkmünze Preußens

Die rare 3 Mark-Münze „Jahrhundertfeier Mansfeld zu Preußen“ ist die letzte preußische Gedenkmünze und eine Rarität nicht nur unter Numismatikern. Nur wenige Exemplare der ursprünglich 30.000 geprägten Münzen sind heute in gutem Zustand erhalten.

Eigentlich sollte mit der letzten preußischen Gedenkmünze Otto von Bismarck geehrt werden. Der 100. Geburtstag des ersten Reichskanzlers stand am 1. April 1915 kurz bevor, als diesbezüglich Überlegungen angestellt wurden, war es mit dem reichsdeutschen Münzgesetz von 1909 doch möglich, auch andere Würdenträger als den Landesherren auf Gedenkmünzen abzubilden. So war die Herausgabe einer Silbergedenkmünze zum 100. Geburtstag Bismarcks fast beschlossene Sache.

Allein das Reichsschatzamt hatte Bedenken. Otto von Bismarck war zu dieser Zeit dermaßen populär, dass sich im Deutschen Reich und im Ausland mühelos Prägungen im Wert von etwa 100 Millionen Reichsmark würden verkaufen lassen, so die Schätzung des Amtes.

Diese Wertschätzung Bismarcks gegenüber dem Landesherren Kaiser Wilhelm II. war für die Reichsbeamten jedoch nicht akzeptabel, der Kaiser war immerhin der Kaiser und so wurden die Pläne für die Prägung des Bismarck-Silberstückes dann doch verworfen. Ein anderer Ausgabeanlass für die letzte preußische Gedenkmünze musste her und so wurde zum Anlass der Jahrhundertfeier der Zugehörigkeit der Grafschaft Mansfeld zu Preußen ein silbernes 3-Mark-Stück herausgegeben.

Einzige Bergbau-Münze des Deutschen Kaiserreiches

Die auch „Mansfelder Bergbau-Taler“ genannte Gedenk-Silbermünze zeigt auf der Vorderseite einen Reiter, den Heiligen Georg, welcher mit einer Lanze einen Drachen tötet. Darunter das Kürzel „A“ für die Prägestätte Berlin, umgeben im Kreis mit den Schriftzügen „BEI GOTT IST RAT UND TAT“ und „SEGEN DES MANSFELDER BERGBAUES“. Zwischen den Schriftzügen symbolisieren die gekreuzten Hämmer den Bergbau.

Auf der Rückseite der Silbermünze befindet sich der gekrönte Reichsadler mit preußischem Wappenadler auf der Brust im Perlkreis. Die Nominale „3 MARK“ und die Staatsbezeichnung „DEUTSCHES REICH“ bilden hier die Umschrift, welche mit zwei Sternen voneinander getrennt sind.

Wert des seltenen „Mansfelder Bergbau-Taler“

Interessant ist auch hier wieder die Frage zur Seltenheit und zum Wert des 3-Mark-Stückes. Laut Schätzungen soll nur ein kleiner Bruchteil der ursprünglich mit dreißigtausend geprägten Exemplare in geringer Auflage erhalten sein. Dies zeigt sich natürlich im Sammlerwert wieder. Schöne und sehr gut erhaltene Stücke kosten bereits ab 400 € aufwärts und fast perfekt erhaltene Exemplare bieten einige Händler für mehr als 2000 € an. Alles in Allem sind gut erhaltene Stücke selten und werden sicherlich mindestens einen hohen dreistelligen Betrag kosten. Wie immer gilt die Empfehlung, solche Stücke nur beim angesehenen Fachhändler zu erwerben.

Die wichtigsten Daten zum Mansfeld-Taler:

Staat:Königreich Preußen
Nominal:3 Mark
Jahr:1915
Gewicht:16,667 Gramm
Größe:33 Millimeter
Material:Silber, 900/1000

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