Besondere Briefmarken: Rund, dreieckig, aus Gold und Silber

Was soll das sein?!?

Wenn Sie eine Ampulle mit einer fluoreszierenden blauen Flüssigkeit, futuristischer Aufschrift und merkwürdiger Form unter die Nase gehalten bekommen und Ihnen dann jemand sagt, das sei eine Limonade, wenden Sie sich vermutlich erschüttert ab.

Wenn Ihnen als Briefmarkensammler jemand eine golden geprägte Oblate mit schillernden Farben aus einem fernen Lande zeigt und Ihnen dann erklärt, das sei eine Briefmarke, sind Sie möglicherweise fasziniert.

So kann’s gehen. Was dem einen sin Uhl, ist dem andern sin Nachtigall. Was hat es aber mit den Briefmarken auf sich, die so gar nicht nach Briefmarken aussehen? Es gibt runde aus Metall, ja sogar welche aus Gold und Silber. Andere haben hingegen einen 3D-Effekt oder haben recht merkwürdige Formen und Übergrößen. Dagegen ist die gute alte Dreieckige schon fast nichts Besonderes mehr.

Die Briefmarkensammler bezahlen es

Die Herstellung von Briefmarken ist für alle herausgebenden Staaten ein einträgliches Geschäft und besonders kleine Staaten bessern ihre Staatskasse gerne mit auffälligen Briefmarken auf. Solange diese anerkannten Briefmarkenausgaben im Michel-Katalog aufgenommen werden, sind sie selbstverständlich auch „sammelwürdig“.

Wenn Sie besonders auffällige Marken sehen, welche Sie nicht kennen und diese erwerben möchten, sollten Sie sich besser keine Illusionen über den Wert machen und dementsprechend zurückhaltend beim Bezahlen eines übertrieben hohen Kaufpreises sein. Meist handelt es sich hierbei um nur für Sammler hergestellte Massenprodukte, lediglich mit „Souvenirwert“ oder es sind sogar nur Vignetten. Jeder kann selbstverständlich sammeln was er möchte, aber für bunte Etiketten viel Geld zu bezahlen, das muss nicht sein.

Es gibt allerdings Marken ungewöhnlicher Form und auf ausgefallenen Materialien, welche sehr wohl einen philatelistischen Wert haben können, oder auch nicht.

Beispiele für ungewöhnliche Briefmarken:

Der Block Nr. 18 der DDR ist nicht auf Papier, sondern auf Chemiefasern gedruckt. Selbstverständlich ist dieser eine reguläre Ausgabe der deutschen Post der DDR und unbedingt sammelwürdig.

Runde Briefmarken aus Metallfolie

Tonga und Katar sind bekannt für die Herausgabe runder auf Metall geprägter Marken. Es sind im technischen Sinne Briefmarken, jedoch ist unübersehbar, dass die Briefmarken mehr für die Sammler als für den Postverkehr hergestellt wurden.

Briefmarken aus Sierra Leone mit besonders ungewöhnlichen Formen
Sharjah, Fujeira, Nagaland? Noch nie gehört, in keinem Atlas zu finden, aber Briefmarken vorhanden? Dann haben Sie vermutlich Phantasiemarken im Album, also keine echten Briefmarken. Fälschungen sind dies nicht, da nur gefälscht werden kann, was echt existiert.

Zu guter Letzt:

die berühmteste und bekannteste dreieckige Briefmarke der Welt und gleichzeitig die erste ihrer Art: die „Cape of Good Hope“. Diese klassischen Briefmarken sind sehr gesucht und echte Raritäten.

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