Wenn man sich das erste Mal im Spezialkatalog die Notopfermarke ansieht, kann man sich schon leicht verwirren lassen. Unübersichtlich erscheinen im ersten Augenblick die Kombinationsmöglichkeiten der Merkmale der Notopfermarken. Beim zweiten Hinsehen stellt man fest, dass es eine einfache Systematik gibt um die vier grundsätzlichen Zeichnungstypen zu unterscheiden. Diese wollen wir hier zusammengefasst und leicht unterscheidbar darstellen.

Hier soll es ausschließlich um die Unterschiede in der Zeichnung gehen. In einem späteren Artikel befassen wir uns mit der Katalogisierung nach Zeichnung-Zähnung-Druck-Wasserzeichen.

Wie bereits erwähnt, gibt es von den Notopfermarken Berlins vier unterschiedliche Zeichnungen, wir nennen sie hier einmal:

Zeichnung a

  • 1948 2 Pfennige geschnitten
  • 1948 2 Pfennige gezähnt
  • N von „Notopfer“ spitz
  • flacher Abstrich beim R
  • N von „Berlin“ nicht mit E von „Steuermarke“ bündig im Abschluss
  • BERLIN Buchstaben regelmäßig, schlank
Zeichnung A - Notopfermarke
Zeichnung A

Zeichnung b

  • 1950 2 Pfennige geschnitten
  • 1950 2 Pfennige gezähnt Buchdruck
  • 2 Pfennige gezähnt Indirekter Hochdruck
  • von „Notopfer“ spitz
  • steiler Abstrich beim R
  • N von „Berlin“ nicht mit E von „Steuermarke“ bündig im Abschluss
  • BERLIN Buchstaben unregelmäßig, schlank bis fett
Zeichnung B - Notopfermarke
Zeichnung B

Zeichnung c

  • 1950 2 Pfennige gezähnt
  • N von „Notopfer“ stumpf
  • steiler Abstrich beim R
  • N von „Berlin“ nicht mit E von „Steuermarke“ bündig im Abschluss
  • BERLIN Buchstaben regelmäßig, schlank
Zeichnung C - Notopfermarke
Zeichnung C

Zeichnung d

  • 1954 2 Pfennige gezähnt
  • von „Notopfer“ stumpf
  • flacher Abstrich beim R
  • N von „Berlin“ mit E von „Steuermarke“ bündig im Abschluss
  • BERLIN Buchstaben regelmäßig, fett
Zeichnung D - Notopfermarke
Zeichnung D

Die Marken mit den Zeichnungen a, c, d sind in der billigsten Sorte bereits für wenige Cent zu bekommen, sowohl ungebraucht als auch gestempelt. Die Marken mit der Zeichnung b sind ungebraucht, verhältnismäßig selten und besonders postfrisch. Die Katalogbewertungen liegen bei 80 € bis 150 €. Gebraucht etwa doppelt bis dreimal so hoch wie die gestempelten Marken der Zeichnungen a, c, d.

Berücksichtigt man noch Wasserzeichen und Trennungsarten, bietet das Sammelgebiet Notopfermarken Berlin ein riesiges Betätigungsfeld. Aufgrund vieler existierender Seltenheiten lohnt es sich, seine Bestände durchzusehen.

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Übersicht zu unserer Serie „Notopfermarken Berlin“

Teil 1: Notopfermarken: Wie alles begann – Blaue Zwerge gegen den Roten Riesen
Teil 2: Wie die Deutschen das System austricksten

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